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Ziem­lich feucht

Der Umfang ark­ti­scher Feucht­ge­biete dürfte deut­lich grö­ßer sein als bis­her ange­nom­men. Das fand ein Team öster­rei­chi­scher Wis­sen­schaft­ler im Rah­men eines FWF-Pro­jek­tes heraus.

Sol­len bestehende Kli­ma­mo­delle ver­fei­nert oder die pola­ren Lebens­räume von Wild­tie­ren erho­ben wer­den, muss die Aus­deh­nung von Feucht­ge­bie­ten in der ark­ti­schen Region bekannt sein. Das her­aus­zu­fin­den ist aber eine anspruchs­vol­lere Auf­gabe, als man anneh­men möchte. Eine beson­ders gut auf­lö­sende Methode wurde nun im „Inter­na­tio­nal Jour­nal of Remote Sens­ing“ vorgestellt.
Die neue Methode basiert auf Radar­da­ten, die der Satel­lit Envi­sat der Euro­pean Space Agency in den Jah­ren von 2002 bis 2012 gesam­melt hat. „Wir konn­ten zei­gen, dass im Win­ter die Rück­streu­ung die­ses Signals dort beson­ders nied­rig ist, wo es eine für Feucht­ge­biete typi­sche Vege­ta­tion gibt“, erklärt Pro­jekt­lei­te­rin Annett Bartsch von der öster­rei­chi­schen Zen­tral­an­stalt für Meteo­ro­lo­gie und Geo­dy­na­mik (ZAMG).

Hoch auf­lö­send
„Die räum­li­che Auf­lö­sung die­ser Daten beträgt dabei zwi­schen 120 und 1.000 Meter. Diese liegt weit über der Auf­lö­sung von bis­her ver­füg­ba­ren Daten zur Bestim­mung ark­ti­scher Feucht­ge­biete“, sagt Bartsch wei­ter. Den Zusam­men­hang zwi­schen den Radar­da­ten und der feucht­ge­biets­ty­pi­schen Vege­ta­tion konnte das Team um Bartsch durch Ver­glei­che mit regio­na­len Land­be­de­ckungs­kar­ten finden.
Im Rah­men des Pro­jekts konn­ten drei Feuch­tig­keits­klas­sen unter­schie­den wer­den. Das ist zwar viel­ver­spre­chend, doch in sei­ner Publi­ka­tion weist das Team auch dar­auf hin, dass es der­zeit keine groß­flä­chi­gen Daten gibt, die eine unab­hän­gige Vali­die­rung der Ergeb­nisse erlau­ben. Bis zu 30 Pro­zent des Lan­des nörd­lich der Baum­grenze konnte nun als Feucht­ge­biet klas­si­fi­ziert wer­den. Bis­her ging man von bis zu sie­ben Pro­zent aus. 

Autor: red/stem
25.08.2016

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