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Zu kom­plex

Mit SHAPE soll sicher­heits­kri­ti­sche Infra­struk­tur schnel­ler feh­ler­frei geplant werden.

Große Infra­struk­tur­an­la­gen sind äußerst kom­plex. Für Men­schen ist es schwie­rig, sämt­li­che Aspekte im Blick zu behal­ten und die ein­zel­nen Schritte zu koor­di­nie­ren. Das gilt beson­ders für Anla­gen, die hohe Sicher­heits­an­for­de­run­gen erfül­len müs­sen, wie zum Bei­spiel im Bereich Eisenbahn.
Wenn Men­schen große Daten­men­gen prü­fen, tre­ten häu­fig Feh­ler auf. „Wir müs­sen alle erstell­ten Daten auf einem zwei­ten, unab­hän­gi­gen Pfad ent­we­der noch ein­mal erstel­len oder unab­hän­gig auto­ma­tisch prü­fen, um die höchste Sicher­heits­in­te­gri­täts­stufe zu errei­chen“, erklärt Wolf­gang Schwai­ger von Sie­mens Mobility.

Zehn Pro­zent günstiger
Dazu ent­wi­ckelt Sie­mens gemein­sam mit der Wirt­schafts­uni­ver­si­tät Wien im Pro­jekt SHAPE (Safety-cri­ti­cal Human- and Data-cen­tric Pro­cess Manage­ment in Engi­nee­ring Pro­jects) ein neues Pla­nungs- und Moni­to­ring­tool. Alois Hasel­böck von Cor­po­rate Tech­no­logy schil­dert die Vor­teile : „Wir kön­nen Ent­wick­lungs­pro­zesse für Groß­pro­jekte auto­ma­tisch über­wa­chen, Bedin­gun­gen und sicher­heits­kri­ti­sche Pro­zess­vor­schrif­ten for­ma­li­sie­ren und auto­ma­tisch prü­fen. Dadurch erwar­ten wir, rund zehn Pro­zent der Engi­nee­ring­kos­ten einzusparen.“
Das Tool kann struk­tu­rierte Daten, wie zum Bei­spiel Excel-Lis­ten, mit unstruk­tu­rier­ten Daten, wie Nor­mungs­do­ku­mente oder Emails, ver­knüp­fen. „Unstruk­tu­rierte Daten wer­den in eine struk­tu­rierte Form umge­wan­delt und in ein seman­ti­sches Modell inte­griert. So kön­nen Erfah­run­gen von einem Ent­wick­lungs­pro­zess auf andere, ähn­li­che Pro­jekte über­tra­gen wer­den. Anwen­der kön­nen zum Bei­spiel ablei­ten, wel­che Pro­zess­schritte in wel­cher Rei­hen­folge schnellst­mög­lich zum bes­ten Ergeb­nis füh­ren“, erläu­tert Axel Pol­le­res von der Wirt­schafts­uni­ver­si­tät Wien.
Das Tool fügt sich naht­los in bestehende Werk­zeuge ein, ohne gewohnte Arbeits­ab­läufe zu unter­bre­chen. Getes­tet wird es anhand eines Anla­gen­bau­pro­zes­ses für elek­tro­ni­sche Stell­werke in Öster­reich. SHAPE wird von der Öster­rei­chi­schen For­schungs­för­de­rungs­ge­sell­schaft (FFG) gefördert.

Autor: red/stem
29.04.2016

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