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30. April 2017

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Berufsorientierung erhält höheren Stellenwert an Schulen

Berufsorientierung erhält höheren Stellenwert an Schulen© piqs.de/sassa

Der Lehrgang für Berufsorientierung wird als neue Ausbildungsschiene für Lehrer fest etabliert.

Das Pilot-Projekt eines Master-Lehrgangs für Berufsorientierung an der Pädagogischen Hochschule in Baden soll nun ein dauerhaftes Bildungsangebot für Lehrkräfte werden. „Der Testlauf, den wir gemeinsam mit der WKNÖ initiiert haben, hat weit über die Landesgrenzen hinaus eine sehr gute Resonanz gefunden hat“, erklärt Arbeiterkammer-NÖ-Präsident Markus Wieser. Es sei ein „wichtiges gemeinsames Ziel“ der Sozialpartner, dass die Jugendlichen die richtige Wahl für ihre künftige Berufslaufbahn treffen.

Lehrlingszuwachs
AKNÖ und WKNÖ haben nun zusammen 100.000 Euro investiert, um die Berufsorientierung in der Ausbildung der Lehrkräfte zu etablieren. Nach dem Pilot-Start mit 26 Teilnehmern hat soeben ein weiterer berufsbegleitender Master-Lehrgang begonnen. Wirtschaftskammer-NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl berichtet, dass laut einer Studie des Instituts für Jugendkulturforschung auch die Jugendlichen mehr Berufsinformation wünschen.
Neben dieser Bildungsinitiative betreiben sowohl AKNÖ wie auch WKNÖ eine Reihe von Projekten, die die Jugendlichen bei der Berufswahl unterstützen sollen. Dazu zählen AK Young und die Lehrstellen-Berater der WKNÖ. Die ersten Erfolge haben sich schon im Vorjahr eingestellt. Da ist die Zahl der Lehranfänger in Niederösterreich um 2,8 Prozent gestiegen. Beide Sozialpartner-Spitzen erneuern in diesem Zusammenhang ihre gemeinsame Forderung nach einem Pflichtfach Berufsorientierung ab der 7. Schulstufe.
In einer Studie an 15 Neuen Mittelschulen in Niederösterreich wurde erhoben, dass die Zukunftsentscheidungen der Jugendlichen zu 83 Prozent von ihnen selbst, der Familie oder Freunden abhängig sind. Beim Anteil der Unentschlossenen war die Bandbreite mit 6 bis 29 Prozent sehr hoch.

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NOe-Wirtschaftspressedienst/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 30.03.2017