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28. October 2020

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Innovation und Forschung stärken regionale Standorte

Innovation und Forschung stärken regionale Standorte© Pexels.com/pixabay

Land Niederösterreich beschließt umfangreiche Weiterentwicklung der Wissenschaftsstandorte. Weitere sieben Millionen Euro für innovative Forschungsprojekte mit Schwerpunkt auf Gesundheit, Klima und Digitalisierung sowie Nachwuchsförderung.

(red/czaak) Das Land Niederösterreich vergibt aktuell sowohl im Rahmen des Forschungs-, Technologie- und Innovationsprogramms (FTI) als auch im Rahmen der Life Science Calls weitere Fördermittel für innovative Forschungsprojekte. Im Zuge eines kompetitiven Förderverfahrens wurden kürzlich über sieben Millionen Euro für unterschiedliche Projekte aus eben diesen Calls von der Niederösterreichischen Landesregierung beschlossen.

Forschen für Mensch und Wirtschaft
„Wir fördern herausragende Forschungsprojekte, unter anderem im Kampf gegen den Klimawandel, extreme Unwetter, aber auch gesundheitsrelevante Themen wie die Krebsforschung finden Berücksichtigung. Damit wird der Wissenschaftsstandort maßgeblich weiterentwickelt und die Projektergebnisse kommen direkt dem Wohl der Menschen zugute“, sagt Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich.

Klimathemen an Standorten Tulln und Krems
Aus dem „FTI-Call 2019: Klimawandel“ werden sechs Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 1,1 Millionen Euro gefördert. Bei zwei Projekten der Universität für Bodenkultur Wien am Standort Tulln geht es etwa um die Erforschung von Böden für eine dem Klimawandel angepasste Landwirtschaft. Die Donau-Universität Krems wiederum widmet sich der Entwicklung von Sensorsystemen zur Vorhersage von extremen Unwettern.

Rehabilitation und Landwirtschaft in St. Pölten
Zusätzlich wurden zwei Stiftungsprofessuren aus dem „FTI-Call: Digitalisierung/Digitale Transformation-Stiftungsprofessuren“ genehmigt, darunter eine Stiftungsprofessur an der FH St. Pölten zum Thema „Angewandte Biomechanik in der Rehabilitationsforschung“. Inhaltlich geht es dabei um eine bessere und schnellere Versorgung von Patienten im Rahmen der Rehabilitation durch den Einsatz von innovativen Technologien. Die Universität für Bodenkultur am Standort Tulln wird sich mittels der Stiftungsprofessur dem Thema „Digitale Transformation in der Land‐ und Forsttechnik“ annehmen.

Karl Landsteiner Uni für Gesundheitswissenschaften und AIT
Darüber hinaus werden acht Projekte aus dem Life Science Call der NÖ Forschungs- und Bildungsgesellschaft mit knapp 2,4 Millionen Euro gefördert. Das Projekt „Future Danube“ der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften unterstützt bei der Erforschung künftiger Trends in der gesundheitsbezogenen, mikrobiologischen Wasserqualität von Flüssen. Bei einem Projekt des Austrian Institute of Technology wiederum geht es um eine Kombinationstherapie zur Bekämpfung des Gallengangkarzinoms.

Zusätzliche Unterstützung für Forschernachwuchs
Im Rahmen des FTI-Call geht es aber auch um die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Niederösterreich. Aktuell werden achtzehn Dissertationsvorhaben gefördert und darüber hinaus werden auch die Forschungs- und Bildungseinrichtungen bei der Anstellung von DoktorandInnen gefördert. Derzeit kann für den „FTI-Call: Ernährung – Medizin – Gesundheit“ eingereicht werden. Im September folgt dann noch ein weiterer FTI-Call zum Thema Klimawandel.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 07.09.2020