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23. September 2017

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Studienbeihilfe wird um 25 Millionen aufgestockt

Studienbeihilfe wird um 25 Millionen aufgestockt(C) bilderbox.com

Mit einer "Nationalen Strategie" soll die soziale Durchmischung und Durchlässigkeit im Hochschulbereich verbessert werden.

Das Budget für die Studienbeihilfe wird ab dem Wintersemester 2017 um 25 auf insgesamt 225 Millionen Euro aufgestockt. Das gab Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner bekannt. Damit soll die soziale Durchmischung und Durchlässigkeit im Hochschulbereich verbessert werden, wofür auch eine "Nationale Strategie" ausgearbeitet wurde. Nicht zufrieden mit der Erhöhung zeigten sich SPÖ und Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH).
Derzeit werde in Abstimmung mit der ÖH und dem Koalitionspartner an einem Gesetzestext gearbeitet, Details sollen bis zum nächsten Wissenschaftsausschuss Ende Mai vorliegen. Die zusätzlichen Mittel sollen nicht nach dem Gießkannenprinzip ausgeschüttet werden, sondern man wolle auf Problemgruppen stärker eingehen, sagte Mitterlehner.

Finanziell schlechter gestellt
Die zusätzlichen Mittel sollen für eine Anhebung der Studienbeihilfe und eine Erhöhung der Einkommensgrenze genutzt werden. Davon sollen vor allem jene 18.000 Studenten profitieren, deren Eltern getrennt leben, sowie die rund 10.000 Studenten, die nach dem 27. Lebensjahr ein Studium aufnehmen.
Damit will das Ministerium auch Befürchtungen entgegentreten, dass mit der geplanten Studienplatzfinanzierung die derzeit gar nicht so schlechte soziale Durchmischung gefährdet wird. Mitterlehner verwies auf Ergebnisse der Studierendensozialerhebung, wonach etwa die finanzielle Situation von Studenten aus niedrigeren sozialen Schichten gegenüber jenen aus höheren sozialen Schichten deutlich schwieriger sei und diese daher auch deutlich häufiger erwerbstätig seien.
Konkret soll die Zahl der derzeit rund 18.000 Studienanfänger aus bildungsfernem Elternhaus bis 2025 um 2.000 erhöht werden. Die Zahl der Studienanfänger mit Migrationshintergrund soll in diesem Zeitraum um ein Drittel auf 3.000 steigen.

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red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 09.03.2017