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26. Mai 2017

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Anfälligkeit für Psychosen frühzeitig erkennen

Anfälligkeit für Psychosen frühzeitig erkennen© Bilderbox.com

Das Gehirn bei Psychoseanfälligen reagiert bereits im Alter von 14 übertrieben stark auf Signale.

Forscher der Universite de Montreal und des Sainte-Justine University Hospital Research Center haben frühe Marker entdeckt, die eine Anfälligkeit für Psychosen anzeigen. Übertriebene emotionale Reaktionen des Gehirns auf nicht bedrohliche und nicht gefühlsbetonte Signale können das Auftreten von ersten Anzeichen psychotischer Symptome im späten Jugendalter sein.
Die im "American Journal of Psychiatry" veröffentlichten Ergebnisse stimmen mit Hypothesen zur Entwicklung dieser Krankheit überein. Laut der Wissenschaftlerin Patricia Conrod gelang es, Auffälligkeiten im Gehirn von Teenagern zu entdecken, schon bevor psychotische Erfahrungen und Substanzmissbrauch signifikante kognitive Einschränkungen verursachen und ein medizinisches Eingreifen erfordern.

Belohnungssensitivität und Impulskontrolle
Conrods Team begleitete mehr als 1.000 europäische Teenager vom 14. bis zum 16. Lebensjahr. Sie waren Teil der "IMAGEN"-Studie. Dabei wurde die Gehirnaktivität während des Absolvierens verschiedener kognitiver Aufgaben gemessen, um Bereiche wie Belohnungssensitivität, Impulskontrolle und die Verarbeitung von emotionalen und nicht-emotionalen Inhalten zu untersuchen.
Conrod zufolge verdeutlichen die aktuellen Forschungsergebnisse, dass eine Anfälligkeit bereits sehr früh identifiziert werden kann. "Da diese Krankheit normalerweise am Beginn des Erwachsenenalters ausbricht, gibt es daher ein großes Zeitfenster, in dem Interventionen bei riskantem Verhalten und entscheidenden ursächlichen Prozessen möglich sind."

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PresstextAustria/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 26.04.2017