Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

30. April 2017

Search form

Search form

Auf der Suche nach Wachstumstreibern

Auf der Suche nach Wachstumstreibern© piqs.de/alfred lohmann

Die Forschungsbasis konnte in Österreich verbreitert werden, so die aktuelle Bilanz der FFG für 2016. Eine Studie stellt nun erstmals einen direkten Zusammenhang zum Wirtschaftswachstum her.

Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG ist beständig auf der Suche nach Wachstumstreibern, so FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth bei der Bilanzpressekonferenz. Es sei gelungen, die Forschungsbasis in Österreich zu verbreitern, sagte FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner unter Hinweis auf die Entwicklung bei den geförderten Projekten und Akteuren: Die Zahl der zugesagten Projekte habe sich zwischen 2006 und 2016 auf rund 3.300 nahezu verdreifacht, jene der geförderten Einrichtungen auf knapp 3.200 mehr als verdoppelt.
Eine WIFO-Studie hat die wirtschaftlichen Effekte von Forschung und Entwicklung (F&E) sowie die Rolle schnell wachsender Unternehmen anhand von FFG-Daten untersucht. Überraschend ist für Studienautor Martin Falk, "dass das Ergebnis so signifikant und eindeutig ist". Der positive Zusammenhang zwischen F&E-Aktivität und Beschäftigungswachstum bestehe auch in Krisen- und Wachstumsphasen und unabhängig von der Betriebsgröße.

Hohe Nachfrage
In der FFG sieht man sich durch die Studie in der Arbeit bestätigt, 10.000 Arbeitsplätze würden pro Jahr direkt über FFG-geförderte Projekte finanziert. Die Nachfrage nach Förderungen sei ungebrochen hoch. 2016 wurden 522 Millionen Euro für Forschungsprojekte genehmigt. Mehr als zwei Drittel davon gingen an Unternehmen.
Das Budget der FFG sei seit mehreren Jahren in einer "konstanten Seitwärtsbewegung", so Egerth. Zuversichtlich blickt man aber angesichts der von der Regierung in Aussicht gestellten zusätzlichen F&E-Mittel auf das kommende Jahr. "Wenn dies tatsächlich budgetär umgesetzt wird, haben wir 2018 eine substanzielle Stärkung des FFG-Budgets", sagte Egerth.
Laut Pseiner würden die geplanten zusätzlichen Mittel ein Budget-Plus von 14 Prozent bedeuten.

Links

APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 22.03.2017