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24. November 2020

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Besondere Exzellenz in der Forschung

Besondere Exzellenz in der Forschung© Pexels.com/cottonbro

„Well done TU-Vienna.“ Die Wiener Universität erhält als erste Technische Universität Österreichs die EU-Auszeichnung "HR Excellence in Research". Transparente Einstellungs- und Bewertungsverfahren für Forschende als Hauptgrund für die begehrte EU-Prämierung.

(red/mich/cc) Die Auszeichnung „HR Excellence in Research“ wird von der Europäischen Kommission im Rahmen der EURAXESS-Initiative jenen Forschungsorganisationen verliehen, die anhand einer „klaren Strategie die Umsetzung der Europäischen Charta für ForscherInnen und des Verhaltenskodex für die Einstellung von ForscherInnen verfolgen.“

Die Experten der EU-Kommission fördern damit faire und transparente Einstellungs- und Bewertungsverfahren für Forscherinnen und Forscher. Jetzt kann sich auch die Technische Universität Wien als erste Tech-Uni Österreichs über diese hochkarätige Auszeichnung freuen – diese wurde bisher nur sieben Forschungsorganisationen verliehen, darunter drei Universitäten.

24 Human-Ressource-Maßnahmen in zwei Jahren
Die 40 Punkte umfassende Charta und des Code of Conduct wurden von einer TU-Arbeitsgruppe aus Personalentwicklungsexperten und Forschungsmanagern mit bestehenden TU-Richtlinien und Gesetzen verglichen. Gleichzeitig wurde in zahlreichen Workshops von Forschenden aller Hierarchieebenen Feedback über den Bekanntheitsgrad vorhandener TU-Informationskanäle eingeholt.

Um herauszufinden, wo zusätzliche Maßnahmen benötigt werden, um die Anforderungen der EU zu erfüllen, wurde auch eine umfangreiche Interviewserie mit Professoren umgesetzt. Gemeinsam mit dem Rektorat definierte das Projektteam dann anhand dieser Rückmeldungen 24 Maßnahmen, die nun innert der nächsten 24 Monate an der TU-Wien implementiert und sodann von sogenannten EU-AssessorInnen überprüft werden.

Die attrahierten Wissenschaftler der TU-Wien
„Unsere langjährigen und kontinuierlichen Vorbereitungsarbeiten werden bestätigt. Ein Großteil der HR-Maßnahmen, die uns die Auszeichnung eingebracht haben, sind dem bestehenden Rektorat zuzurechnen. Wir können exzellente Forscherinnen und Forscher an die TU Wien holen und ihnen hohe Qualität und Professionalität im Arbeitsumfeld bieten“, so Anna Steiger, Vizerektorin für Personal und Gender der TU-Wien.

„Neben exzellenter Forschung müssen die attrahierten Wissenschaftler_innen auch die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Bewerbung, Auswahl und Forschungsaufenthalt vorfinden“, ergänzt Johannes Fröhlich als Vizerektor für Forschung und Innovation. „Mit dem neuen ‚HR Excellence in Research‘ wird die TU Wien neben den Marie Skłodowska-Curie Maßnahmen für internationale Mobilität nunmehr noch attraktiver für PhD und internationale Post-DocProgramme“, unterstreicht Fröhlich.

Charta und Code der EU
2005 verabschiedete die Europäische Kommission die "Europäische Charta für ForscherInnen", einen Katalog allgemeiner Grundsätze und Anforderungen, der Rollen, Zuständigkeiten und Ansprüche von ForscherInnen wie auch von Arbeitgebern oder Förderungsorganisationen festlegt. Die TU-Wien verpflichtete sich dieser Charta bereits im Jahr 2010.

Nicht zuletzt, um eine gezielte Personalstrategie einzuleiten bewarb sich die TU-Wien 2019 für das EU-Projekt „HRS4R“. In der nunmehrigen Entscheidungsbegründung der EU-Kommission wird denn auch die professionelle Projektarbeit besonders hervorgehoben: „Excellent application overall. Good coherence between the gap analysis and the action plan. Clearly a lot of thought and work went into this application.” Und: “Well done and welcome to the EC HR Excellence in Research family.”

Links

red/mich/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 19.10.2020