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24. Mai 2017

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Das Herzblut der Erfinder schützen

Das Herzblut der Erfinder schützen(C) bilderbox.com

Oft fällt es schwer, geistiges Eigentum zu schützen. Im Rahmen einer neuen Strategie wird das Patentamt die zentrale Informations- und Servicedrehscheibe.

Die Bundesregierung hat die nationale Strategie für geistiges Eigentum beschlossen. Das gesamte Paket umfasst maßgeschneiderte Beratung, finanzielle Unterstützung und Erleichterungen für Start-ups und Klein- und Mittelbetriebe. Ein zentraler Punkt ist die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle beim Österreichischen Patentamt.
„Geistiges Eigentum ist eine wichtige Ressource. Österreichische Erfinderinnen und Erfinder stecken Herzblut, Hirnschmalz, Zeit und Geld in ihre Projekte. Wenn sie am Ende ein marktreifes Produkt haben, dann sollen sie auch davon profitieren“, sagt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried.

Gut abgesichert
„Gut abgesicherte geistige Eigentumsrechte stärken den Wert von Innovationen und sichern Arbeitsplätze in Österreich. Erfinder, Forscher, Unternehmen und Hochschulen profitieren von guten Rahmenbedingungen für den Schutz und den Umgang mit geistigem Eigentum“ ergänzt Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner.
Beim „IP Hub“, im Patenamt werden sämtliche Förderungen und Angebote leicht zugänglich gemacht. Davon profitieren vor allem Einsteiger. Ebenfalls einfacher wird es, die Innovationskraft der eigenen Belegschaft zu nutzen. Dafür wird beim Patentamt eine eigene Schlichtungsstelle für Dienstnehmererfindungen eingerichtet.

Schnell zur Marke
Die bestehenden Angebote für Start-ups und KMU fügen sich gut in die Strategie ein. Der Patent Scheck deckt 80 Prozent der Kosten von der ersten Beratung bis zum nationalen und internationalen Patent. Start-ups können ihre Patente auch dann vorläufig anmelden, wenn noch nicht alle Unterlagen fertig ausgebarbeitet sind. Deutlich schneller geht es auch beim Markenschutz. Der Weg zur Marke dauert online nur noch zwei Wochen.

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red/stem, Economy Ausgabe Webausgabe, 03.03.2017