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29. Juni 2017

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Der Stern Pegasus in der Größe einer Schuhschachtel

Der Stern Pegasus in der Größe einer SchuhschachtelJantzen_BMVIT

Im Juni wird Österreichs dritter Forschungssatellit ins All geschossen.

Österreich schießt einen neuen Satelliten ins All. Im Juni wird Pegasus, ein Satellit der Fachhochschule Wiener Neustadt, vom Weltraumbahnhof Satish Dhawan in Indien starten. Seine Aufgabe ist, die Zusammensetzung der Erdatmosphäre zu untersuchen. Ebenfalls an Bord befindet sich ein von der FH Wiener Neustadt entwickelter elektrischer „Plasmaantrieb“, der erstmals im All getestet wird.

Pegasus ist etwa so groß wie ein Schuhkarten. Die offizielle Genehmigung für den Satelliten überreichte Leichtfried beim aktuellen Treffen mit Projektleiter Carsten Scharlemann von der FH Wiener Neustadt. Nach zwei Forschungssatelliten der Uni Wien und der TU Graz ist Pegasus das dritte österreichische Objekt im Weltraum.

BMVIT fördert als offizielles Weltraumministerium umfangreiche Forschungen

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie ist seit 2014 auch offiziell Weltraumministerium. Es investiert jährlich etwa 70 Millionen Euro in Weltraumforschung. Dabei werden unter anderem Erdbeobachtung, Kommunikationsnetze im All, neue Technologien wie Flugelektronik, wissenschaftliche Instrumente und Exploration sowie Trägersysteme und Navigation für Satelliten gefördert.

Auch die Entwicklung des Plasmaantriebs des Satelliten hat das Ministerium in der Anfangsphase gefördert. Bereits seit 2013 befinden sich die Satelliten TUGSAT-1 der Technischen Universität Graz und UniBRITE der Universität Wien im Orbit. Beide zeichnen Helligkeitsschwankungen von Sternen auf. TUGSAT-1 und UniBRITE haben jeweils bereits mehr als 500.000 wissenschaftliche Datensätze aufgenommen.

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red/stem/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 16.06.2017