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21. September 2017

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Forschungs-Flaggschiff findet neuen Hafen

Forschungs-Flaggschiff findet neuen Hafen© piqs.de/scott anderson

Am Wiener IMP werden Zellen auf molekularer Basis beforscht. Seit 1986 wurden mehr als 2.000 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht.

Das Institut für Molekularbiologie (IMP) hat sein neues Gebäude für 260 Beschäftigte, davon 200 Wissenschafter, in Wien-Landstraße eröffnet. Gegründet wurde und finanziert wird das Institut zu einem Gutteil durch den deutschen Pharmakonzern Boehringer Ingelheim (BI). Die jährliche Finanzierung durch BI beläuft sich auf rund 20 Millionen Euro. "Wir wollen verstehen, wie Zellen auf molekularer Ebene funktionieren", sagte der wissenschaftliche Leiter, Jan-Michael Peters. Es gehe auch um die Aufklärung von Mechanismen, wie es in Zellen zu Fehlern und eventuell zu krankhaften Prozessen komme.

93 Patente
Seit 1986 haben Wissenschafter am IMP mehr als 2.000 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht. Es sind mittlerweile 60 bis 90 pro Jahr. IMP-Forschungen waren bisher mit 93 Patenten verbunden. An dem Institut arbeiten insgesamt 15 Forschungsgruppen mit Beteiligten von 40 Nationen. Das Vienna Biocenter umfasst insgesamt 1.400 Wissenschafter mit rund hundert Forschungsgruppen.
Molekulare Zellbiologie, Strukturbiologie und Biochemie, Gen-Expression und Chromosomen-Biologie, Stammzellbiologie und Entwicklungsbiologie, Immunologie und Krebs sowie Neurowissenschaften sind die aktuellen Forschungsgebiete des Instituts. Das neue Gebäude hat eine nutzbare Fläche von 8.200 Quadratmeter. 3.000 Quadratmeter machen allein die Labors aus.
Rund um das IMP ist das Vienna Biocenter mit Universitätsinstituten und anderen Forschungseinrichtungen (z.B. Institut für Molekulare Biotechnologie/IMBA und Gregor-Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie) mit insgesamt 1.400 Wissenschaftern und hundert Forschungsgruppen entstanden. Das Zentrum lebt vom Erfahrungsaustausch der Beteiligten und von gemeinsam genutzten technischen Einrichtungen.

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APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 20.03.2017