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29. Juni 2017

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Mit Emojis können Schlaganfallpatienten wieder Gefühle ausdrücken

Mit Emojis können Schlaganfallpatienten wieder Gefühle ausdrücken© Bilderbox.com

Samsung Italia gibt mit der Anwendung "Wemogee" Menschen mit Schlaganfall wieder die Möglichkeit zu kommunizieren.

Für Aphasie-Patienten, die aufgrund eines Schlaganfalls Probleme beim Sprechen und Verstehen von Sprache haben, hat Samsung Electronics Italia die App "Wemogee" entwickelt. Damit können Betroffene per einfachen Emoji-Sätzen kommunizieren.
"Der aphasische Patient wird einer ganzen Menge an Mitteln beraubt, die nicht nur seine Fähigkeit, alltägliche Bedürfnisse zu kommunizieren, betrifft, sondern auch seine Emotionen. Das verursacht natürlich ein Gefühl von Frustration und Hilflosigkeit bei seinen Nächsten, was dazu führen kann, dass sich der Patient mehr und mehr zurückzieht", sagt Neurochirurg Giuseppe Sciarrone. Sprachtherapeutin Francesca Polini erklärt, dass das Verständnis für Emojis bei Patienten mit Aphasie nicht eingeschränkt ist - sie können Bilder, Mimik und Gestik weiterhin gut entschlüsseln. Darum werden ihnen nun 140 Phrasen angeboten, die in sechs Kategorien unterteilt sind.

Emotionale Komponente
Darunter finden sich etwa Fragen wie "Was würdest du gerne essen?" oder "Würdest du gerne mit mir zum Strand gehen?". Außerdem können Aphasie-Patienten durch die App wieder "Ich liebe dich" sagen. Die sprachlich nicht beeinträchtigten Empfänger der Nachrichten können diese als normalen Text lesen und auch mit Textnachrichten antworten, die dann für sie in Emojis umgewandelt werden.
Allein in Italien sind über 200.000 Menschen von Aphasie betroffen. Diese kann neben Schlaganfällen auch durch Tumore oder Schädel-Hirn-Traumata ausgelöst werden. Die App ist nicht nur ein Kommunikationsmittel, um über die Ferne in Kontakt zu bleiben, sondern kann auch als Unterstützung bei der Face-to-Face-Kommunikation herangezogen werden. Sie ist auf Google Play gratis verfügbar, eine App für iOS-Geräte ist ebenfalls in Planung.

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PressetextAustria/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 24.05.2017