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08. Februar 2023

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„Mit den richtigen Maßnahmen kommen wir gestärkt aus der Krise“

„Mit den richtigen Maßnahmen kommen wir gestärkt aus der Krise“© NLK Burchhart

Land Niederösterreich und Bund investieren über 230 Millionen Euro in Ausbau der Breitbandinfrastruktur. Berechnungen für Städte und Regionen in Österreichs größtem Bundesland zeigen eine zusätzliche Wertschöpfung von 530 Millionen Euro.

(red/mich/cc) Mit dem ersten Call der zweiten Breitbandmilliarde des Bundes stehen aktuell 232,5 Millionen Euro für den weiteren Breitbandausbau in Niederösterreich zur Verfügung. Für heuer prognostizierten die Wirtschaftsforscher für Niederösterreich ein Wachstum von über vier Prozent und „auch für 2023 werde trotz des Krieges in der Ukraine und der damit verbundenen Herausforderungen eine stabile Entwicklung vorhergesagt“, sagt Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich, zur wirtschaftlichen Ausgangslage.

90 Prozent der Investitionen fließen in Unternehmen aus der Region
„Verbunden mit einer kontinuierlichen Beschäftigungsentwicklung gibt uns das Optimismus und Zuversicht, dass wir gestärkt aus der Krise kommen, wenn wir jetzt die richtigen Maßnahmen setzen“, so die Niederösterreichische Landeschefin. Neben finanziellen Unterstützungen wie etwa den Energiekostenzuschuss des Bundes seien jetzt vor allem auch „Impulse und Investitionen in die Zukunft entscheidend, um den Wirtschaftsmotor und den Beschäftigungsmotor am Laufen zu halten“, so Mikl-Leitner. „Mit diesen 232,5 Millionen Euro können wir weitere 530 Millionen Euro als zusätzliche Investitionen vor allem im ländlichen Bereich auslösen und das bringt weitere Arbeitsplätze.“

Die Jahre 2016 bis 2021 hätten gezeigt, dass über 90 Prozent der Investitionen im Glasfaserausbau in Unternehmen aus der Region geflossen sind und so rund 1.400 Beschäftigungsverhältnisse abgesichert oder neu geschaffen wurden. Aktuell würden rund 43.000 weitere Glasfaser-Anschlüsse mit Investitionskosten von rund 162 Millionen Euro von der landeseigenen nöGIG errichtet. „Der Breitbandausbau bringt vor allem für den ländlichen Raum große Vorteile, weil wir dadurch sowohl Lebensqualität als auch Attraktivität für Unternehmen erhöhen und uns fit machen für die Zukunft“, unterstreicht Mikl-Leitner.

Enorme standortpolitische Bedeutung
Bei der ersten Breitbandmilliarde wurden in Niederösterreich 272 Millionen Euro investiert. „In einem Flächenbundesland wie Niederösterreich bringt dieser Ausbau ganz andere Herausforderungen mit sich“, erklärt Florian Tursky, Staatssekretär für Digitalisierung. Beim jetzigen ersten Call der zweiten Breitbandmilliarde werden österreichweit in Summe 750 Millionen Euro ausgeschüttet. „Vom aktuellen ersten Call der zweiten Breitbandmilliarde fließen mit 232,5 Millionen knapp ein Drittel nach Niederösterreich“, skizziert Tursky die Relationen.

In Summe sind in Niederösterreich bereits 99.000 Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen. In den Städten, wo es wirtschaftlicher sei, erfolgt der Ausbau durch private Anbieter. „In Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern ist der Ausbau jedoch wesentlich herausfordernder und daher haben wir bereits 2014 die landeseigene nöGIG gegründet, um auch im ländlichen Raum den Glasfaseranbau voranzutreiben“, erklärt Jochen Danninger, verantwortlicher Wirtschaftslandesrat von Niederösterreich. „Erfolgreiches Wirtschaften ohne schnelles Internet ist heute nicht mehr möglich. Die Förderzusage des Bundes ist daher auch ein großer Schritt in Richtung Chancengleichheit zwischen urbanen und ländlichen Regionen“, betont Jochen Danninger nochmals die Standortrelevanz für Niederösterreich.

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red/mich, Economy Ausgabe Webartikel, 25.10.2022