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15. November 2018

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Wo die Maschinen wachsen

Wo die Maschinen wachsen© piqs.de/mschmitt

Ein neues Buch zeigt, wie viel die Menschen noch von der Natur lernen können.

Der Wissenschaftszweig Bionik sieht die Natur als Vorbild und erforscht deren Nutzen für die Entwicklung von Materialien, Strukturen und Prozessen – ganz im Sinne Leonardo Da Vincis, der sich für seine Fluginstrumente ebenfalls von der Natur inspirieren ließ.
Neugierig in die Natur zu gehen, von ihr zu lernen und interdisziplinär zu denken, betrachtet auch Ille C. Gebeshuber als Kernaufgabe ihrer Forschung. Die österreichische Physikerin holte sich jahrelang im malaysischen Regenwald Inspiration für völlig neue technische Anwendungen, die der Umwelt nicht schaden, sondern nützen. In „Wo die Maschinen wachsen“ kann das nun nachgelesen werden.

Spannend und spektakulär
Dabei schaut sie sich beispielsweise umweltfreundliche Alternativen für Computer und Handys von magnetischen Bakterien oder Glas produzierenden Algen ab. Die Vielfalt der Möglichkeiten ist spannend, spektakulär und überraschend. Durch ihren ganzheitlichen Zugang zur Forschung und ihre interdisziplinäre Art zu denken und Wissenschaftsbereiche zu verknüpfen entstehen so konkrete Lösungen für die großen Probleme der Menschheit.
Gebeshuber zählt zu den gefragtesten Experten im Bereich der Bionik und Nanotechnologie. Die Steirerin studierte Technische Physik und habilitierte sich in Experimentalphysik. Nach einigen Jahren als Leiterin der strategischen Forschung des österreichischen Kompetenzzentrums für Tribologie in Wiener Neustadt lehrte sie von 2009-2015 als Professorin an der National University of Malaysia, wo sie sich im Dschungel Inspiration für Anwendungen der Technik holte. Seit 2016 ist sie wieder zurück in Österreich um ihre Forschung an der TU Wien fortzusetzen.

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red/stem/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 28.10.2016