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20. Juni 2019

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Die Wege des Konsumenten sind ergründlich

Die Wege des Konsumenten sind ergründlich© Bilderbox.com

Kombination. Kunden erkundigen sich im Geschäft und kaufen dann online, andere vergleichen Produkte im Internet und kaufen in der stationären Filliale. Der Handel reagiert auf das veränderte Konsumverhalten und setzt auf kanalübergreifende Vertriebsstrategien.

Digital vernetzte und automatisierte Dienste betreffen zunehmend die Art und Weise wie Menschen kommunizieren, lernen, arbeiten, reisen oder einkaufen. Im betrieblichen Branchenvergleich steht auch der Handel vor neuen Herausforderungen. Die Entwicklung geht hier vom stationären Geschäft mit dem klassischen Fillialbetrieb über Internet-Shops bis hin zur Einbindung mobiler Endgeräte. Dazu kommen Innovationen wie virtuelle Schaufensterauslagen, die dann spezielle, auch personalisierte Sonderangebote direkt auf das Smartphone der Kunden bringen.

Je kleiner das Gerät, desto schneller soll es gehen
Mobile Kunden haben zunehmende Bedeutung für Online-Shops. Studien zeigen, dass fast jeder zweite Konsument Smartphone oder Tablet zum Einkauf nutzt. Die mobilen Shopper sind aber vergleichsweise ungeduldiger. Je kleiner das Gerät, desto schneller soll es gehen und umso übersichtlicher und einfacher muss Produktauswahl, Bestellung und Bezahlung funktionieren. Insbesondere der finale Kaufabschluss über den sogenannten Check-out als virtuelle Kassa sollte so benutzerfreundlich wie möglich sein. „Trotz diesem Wissen, sind immer noch viele Internet-Shops nicht wirklich für mobile Anwendungen optimiert. Zu wenig Aufmerksamkeit hat dabei vor allem die virtuellen Kassa“, so Robert Bueninck, Managing Director DACH des Zahlungsdienstleisters Klarna.
Der Online-Shop von Flaconi setzt auf hochwertige Produkte zur Körperpflege und auf die Bezahllösung Klarna Checkout. Hier sind verschiedene Bezahlvarianten enthalten wie Kauf auf Rechnung, Lastschrift, Kreditkarten oder Sofort Überweisung. „Die Kaufabschlüsse haben sich massiv gesteigert, parallel reduzierten sich Anfragen zum Thema Zahlung. Das wird zwar von mehreren Faktoren beeinflusst, die Klarna Checkout-Lösung hat aber sicher maßgeblichen Anteil“, so Paul Schwarzenholz von Flaconi.

Eine gute Mischung aus Offline und Online
Das ehemals reine Offline-Geschäft über stationäre Filialen hat sich im Handel über digitalisierte Wertschöpfungsketten zu kanalübergreifenden Vertriebswegen (Omnichannel) entwickelt.
Die Bio-Müsli Manufaktur Zagler Müslibär in Braunau steht bei ihren Produkten für kontrollierten biologischen Anbau, wo auf Basis alter Rezepturen zumeist mit Bio-Blütenhonig vielfältige Müsli-Kreationen in Handarbeit hergestellt werden. Das Unternehmen hat seine Produkte bis dato rein über stationäre Handelswege vertrieben, seit Februar gibt es nun auch einen eigenen Online-Shop. „Für den unternehmerischen Erfolg braucht es eine gute Mischung aus Offline und Online mit gesondertem Augenmerk auf mobile Käufer“, so Florian Zagler, Geschäftsführer.
Für die Bezahlung direkt über den Internet-Shop wurde Wirecard CEE engagiert. Die Integration von Zahlungsmittel wie Kreditkarte, Sofort Überweisung oder Paypal und sämtliche Transaktionen werden dabei über eine einzige zertifizierte Schnittstelle abgewickelt. Die aktuellen Veränderungen im Handel durch die Digitalisierung sieht Zagler positiv: „Unsere Müslis sind nicht mehr nur in Regionen erhältlich, wo wir in Regalen gelistet sind. Die Konsumenten können nun von überall direkt bestellen und unsere Produkte genießen.“

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 17.12.2018