Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

23. September 2017

Search form

Search form

Schaltet doch selbst das Licht an!

Schaltet doch selbst das Licht an!© Bilderbox.com

Linz bekommt intellgiente Straßenlaternen, die sollen auch bei der Parkplatzsuche helfen. Die Stadt initiert Plattform mit Spezialisten wie Kapsch BusinessCom oder Zumtobel.

In Linz soll künftig der Verkehr selbst das Licht der Straßenlaternen aufdrehen. Die Stadt testet noch ab heuer eine neuartige intelligente Straßenbeleuchtung. Obendrein sollen Sensoren Umweltdaten an ein Kontrollzentrum liefern. Dieses kann damit ein um Umweltaspekte ergänztes Verkehrsmanagement betreiben. Das Projekt wurde in einer Pressekonferenz nun in Linz vorgestellt.

Smart City
Linz will "Smart City" werden und plant deshalb mit dem IT-Technologieunternehmen Cisco Pilotprojekte. So soll noch heuer in einem Straßenzug mit hoher Verkehrsdichte und Fußgängerfrequenz eine intelligente, vernetzte Straßenbeleuchtung in Betrieb gehen. Integrierte Bewegungssensoren sorgen dafür, dass das Licht der Lampen stärker wird, sobald sich Fußgänger, Radfahrer und Autos nähern oder sich automatisch den Wetterbedingungen anpasst. Obendrein sollen integrierte Umweltsensoren die Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Feinstaubbelastung, Lärm und weiteres messen. Die bereits im Sensor verschlüsselten Daten werden laufend an ein Kontrollzentrum übermittelt, um sofortige Prognosen und langfristige Analysen zu erstellen.

Namhafte Industriepartner
Das Projekt wird in Zusammenarbeit von mehreren Unternehmen realisiert, etwa maßgeblich Kapsch Business Com für die Integration sowie Tvilight (Leuchtensteuerung), Leapcraft (Umweltsensorik) oder Zumtobel (maßgefertigte LED-Leuchten). Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) will auf dem Weg zur Smart City Straßenlaternen auch für eine moderne und intelligente Parkraumbewirtschaftung nützen. Dabei sollen beispielsweise freie Parkplätze via Handy-App angezeigt werden. Dadurch würden speziell Straßenzüge in der Innenstadt entlastet, die von Parkplatzsuchenden häufig frequentiert werden und somit auch Schadstoffe reduziert.

Links

APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 15.05.2017