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21. November 2017

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Sicherheit als oberste Priorität bei mobiler Verfügbarkeit von Daten

Sicherheit als oberste Priorität bei mobiler Verfügbarkeit von Daten © Bilderbox.com

Die sichere Nutzung und das Management von Daten von jedem Ort und zu jeder Zeit kann auch eine Überlebensfrage sein.

In wohl kaum einem Bereich ist der rasche, ortsunabhängige Zugriff auf zuverlässige Daten wichtiger als in der medizinischen Versorgung. Besonders im Operationssaal sind umfassende und aktuelle Informationen über den Patienten buchstäblich überlebenswichtig.

Nicht ortsgebundener und automatisierter Workflow

Um einen patientenorientierten, sicheren und effizienten OP-Ablauf zu gewährleisten hat etwa der vier Spitäler betreibende burgenländische Krankenanstaltenverbund (KRAGES) in das vorhandene Krankenhausinformationssystem (KIS) mit Hilfe von T-Systems ein zusätzliches OP-Modul integriert. Dieses gewährleistet einen nahtlosen, nicht ortsgebundenen und automatisierten Workflow von der Operationsplanung und den Voruntersuchungen über die OP-Freigabe bis zum Eingriff selbst.
Auch die OP-Dokumentation findet bereits im OP-Saal statt, erfasst werden dabei dabei medizinische Parameter, Materialien und eingesetzte Geräte und die standardisierten OP-Pflegeberichte sind sofort online im KIS hinterlegt. So entfallen auch die bisherigen nachträglichen Tipparbeiten und damit verbundene Fehlerquellen.
Zusätzlich können der Personal-, Ressourcen-, und Materialaufwand direkt und ohne Medienbruch in die kaufmännischen Systeme übernommen werden. Die revisionssichere Archivierung der Daten für bis zu 30 Jahre erfolgt dabei automatisch auf einem neuen, ebenso von T-Systems implementierten Archivsystem. Insgesamt konnte die KRAGES durch die zentrale, immer akkurate Datenerfassung auch die Auslastung ihrer kostenintensiven OP-Ressourcen deutlich erhöhen und das erspart nicht nur den Patienten Wartezeiten, sondern auch dem Gesundheitssystem viel Geld.

Klassische Produktionsbetriebe
Auch in klassischen Produktionsbetrieben erhalten Mobilität und der sichere Zugriff auf zentral gespeicherte Daten entscheidende Relevanz in der Organisation betrieblicher Abläufe und Prozesse. Dies gilt beispielsweise für Banner, Österreichs einziger Batteriehersteller mit internationalen Kunden wie Audi, BMW oder VW. Bei Banner Batterien war eine neue Mobilty-Lösung für alle Mitarbeiter gefragt, die einmal primär eine zentrale Verwaltung und einen sicheren Datenaustausch beinhaltet. Gefordert war zudem eine Konsolidierung bei der bestehenden Hardware und beim Bearbeitungsaufwand mit gleichzeitiger Öffnung für eine flexibel steuerbare strategische Neuausrichtung aller verbundenen Prozesse.
Kapsch BusinessCom setzte die Anforderungen als Mobilty-Enterprise-Lösung um, löste die bestehende Blackberry-Infrastruktur auf und etablierte eine neue und entsprechend konsolidierte Architektur mit Apple-Engeräten und einer Mobility-Software von Citrix. Der komplette Prozess wurde dabei nach ITIL (Anm. IT Infrastructure Library als Sammlung vordefinierter Prozesse, Funktionen und Rollen) formuliert und umgesetzt.
„Überzeugt hat uns Kapsch mit dem Ansatz einer konsolidierten Infrastruktur und den Mobility-Prozess nach ITIL zu formulieren mit einer exakten Definition aller Anforderungen, Schnittstellen und Abläufe eines ‚Mobilgerätelebens‘ “, so Christian Ott, IT-Leiter von Banner Batterien.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 22.05.2017