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12. Dezember 2018

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Zukunftsfähige Standortpolitik für Österreich

Zukunftsfähige Standortpolitik für Österreich© Infineon Austria

Infineon investiert 1,6 Milliarden Euro in neue Chipfabrik in Österreich. Politische Rahmenbedingungen mitentscheidend, so Vorstandschef Reinhard Ploss bei gemeinsamer Präsentation mit Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien.

Die Infineon Technologies AG wird am Standort Villach in Kärnten eine neue Fabrik für Leistungshalbleiter errichten. Als Grundlage für nachhaltiges internationales Wachstum wird neben der bestehenden Fertigung nun eine vollautomatisierte Chipfabrik für sogenannte 300 Millimeter-Dünnwafern gebaut, eine Technologie, die deutliche Vorteile bei der Produktivität schafft bei gleichzeitig reduzierten Kosten.
Über einen Zeitraum von sechs Jahren sind Investitionen von insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro geplant. Durch die neue Fabrik werden rund 400 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Der Baubeginn soll in der ersten Jahreshälfte 2019 starten, der Vollbetrieb der Fertigung Anfang 2021. Bei vollständiger Auslastung liegt das geschätzte zusätzliche Umsatzpotenzial durch die neue Fabrik bei cirka 1,8 Milliarden Euro pro Jahr. 

Infineon wächst stärker als der Markt
„Infineon wächst stärker als der Markt und dieses Wachstum wird getragen durch globale Megatrends wie Klimawandel, demographischen Wandel und zunehmende Digitalisierung“, so Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon. „Elektrofahrzeuge, vernetzte Batteriebetriebene Geräte, Rechenzentren oder die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen benötigen effiziente und zuverlässige Leistungshalbleiter“, so Ploss weiter.
„Die beschlossene Investition von Infineon in Villach ist von einzigartiger Größenordnung, und somit ein wirklicher Erfolg für den Standort Österreich und den Technologie-Sektor in Europa“, unterstreicht Bundeskanzler Sebastian Kurz. „Diese Großinvestition ist wirtschaftlich, technologisch aber auch gesellschaftlich ein Meilenstein für Infineon Austria und stellt einen bedeutenden Schritt für die Zukunftssicherung unseres Hochtechnologie-Standorts in Villach dar“, ergänzt Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria.
Infineon ist mit einem Marktanteil von rund 19 Prozent laut den Marktforschern von IHS Markit weltweit der eindeutig größte Anbieter von Leistungshalbleitern. Diese Energiesparchips steuern möglichst effizient den Stromfluss in einer Vielzahl von Anwendungen wie Elektroautos, Züge, Windkraft- und Solaranlagen sowie Netzteile für Handys, Notebooks und Rechenzentren.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 29.05.2018