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20. November 2017

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Die Frage nach dem Wie und Wann

Die Frage nach dem Wie und Wann© piqs.de/divi ded

Unsicherheiten und Lösungsmöglichkeiten für digitale Strategien bestimmen unternehmerische Agenda.

Die digitale Transformation betrifft Betriebe jeder Größenordnung und geht quer durch alle Branchen. Unternehmen ist die nötige Auseinandersetzung mit der Thematik bewusst, eine Studie von Fujitsu Technologies mit 650 internationalen Unternehmen zeigt allerdings Unsicherheiten bei den Themen Planung und Umsetzung: nur jeder vierte Unternehmer ist sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, mehrheitlich fehlt eine klare Strategie.
Es ist zudem schwierig bei der Fülle an neuen Technologien den Überblick zu bewahren und das gilt primär für standort-, abteilungs- oder bereichsübergreifende Anwendungen. Auch bereits bestehende Infrastrukturen digital abzubilden und zudem möglichst alle Prozesse entlang der unternehmerischen Wertschöpfungskette zu verknüpfen wird als große Herausforderung empfunden.

Flexiblen Plattform-Lösungen
Experten raten entsprechend zu flexiblen Plattform-Lösungen, die bestehende Systeme wie auch neue Services ermöglichen und dabei auch die Zusammenarbeit mit mehreren Anbietern gewährleisten. Fujitsu setzt hier beispielsweise auf die digitale Business-Plattform „MetaArc“, die sowohl neue Anwendungen wie auch vorhandene IT-Architekturen einbindet.
„MetaArc verbindet die Verwaltung bestehender IT-Systeme mit der Nutzung neuer digitaler Lösungen wie etwa Big Data oder Cloud-Services und das ganze als offenes System wo auch verschiedene Anbieter eingebunden werden können“, so Wilhelm Petersmann von Fujitsu. Ein Schwerpunkt beim Thema bereichsübergreifende Verschränkung von Prozessen liegt auch in der Vernetzung moderner Kommunikationstechnologien mit nach gelagerten IT-Strukturen und –Services. Hier können sowohl unternehmensinterne wie auch kundenorientierte Dienste nutzungsorientiert vereinfacht und optimiert werden.

Vorzeigeprojekt Verkehrs- und Shoppingzentrum Wien Mitte – The Mall
Beim Verkehrs- und Shoppingzentrum Wien Mitte – The Mall war beispielsweise gefordert die Gegebenheiten als öffentlicher Verkehrsknotenpunkt mit den Kundenbedürfnissen des größten innerstädtischen Einkaufszentrums zu verbinden. Dabei sollten insbesondere die für die dortigen Handelsbetriebe wichtigen Besucherströme erfasst sowie ausgewertet werden, inklusive der Einbindung der zahlreichen Bahnlinien.
Kapsch BusinessCom entwickelte eine Analyseplattform mit optischen Sensoren an allen Ein- und Ausgängen des Gebäudes sowie an allen inneren Übergängen. Damit nur die im sogenannten Quellbereich eintreffenden Personen gezählt werden können und um Doppelzählungen zu vermeiden, wurde eine ebenso eigens entwicklete Smart-Tripware-Lösung mit einer Art virtueller „Stolperdraht“ geschaffen.
„Bahnhof und Shoppingcenter schaffen eine entsprechend hohe Besucherfrequenz und exakte Zahlen sind gerade im Handel unerlässlich. Kapsch setze eine nach unseren Vorstellungen entwickelte und flexibel erweiterbare Lösung um mit der wir unsere Ressourcen besser einsetzen und etwa Marketingaktivitäten leichter messen können“, so Florian Richter, Center Manager Wien Mitte – The Mall.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 24.04.2017