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10. April 2021

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Geschäftserwartungen verbessern sich wieder

Geschäftserwartungen verbessern sich wieder© Pexels.com/Clarisha

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich etwas aufgehellt und auch die generelle Stimmung unter den deutschen Managern hat sich verbessert, so die aktuellen Ergebnisse beim vom deutschen ifo-Institut kontinuierlich erhobenen Geschäftsklimaindex.

(red/mich) In Deutschland trifft der aktuelle Corona-Lockdown einzelne Branchen hart - insgesamt zeigt sich die deutsche Wirtschaft jedoch widerstandsfähig. Die Unternehmer sind zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage und sie blicken weniger skeptisch auf das kommende halbe Jahr. Besonders belastend neben der Corona-Krise ist der ungeklärte Brexit.

Runtergebrochen auf die einzelnen Branchen sind die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen besonders optimistisch, detto Maschinenbau sowie Chemische Industrie und auch die standortpolitisch besonders wichtige Automobilindustrie sieht gegenwärtig ein konstantes Exportgeschäft. Schwierig bleibt der Auslandsmarkt für Nahrungsmittel-Industrie sowie Bekleidung und Textilien - diese Branchen rechnen mit weiteren Auftragsrückgängen.

Geschäftsklimaindex gestiegen
Beim Thema Stimmung unter den deutschen Managern hat sich die Situation verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Dezember gestiegen, die Unternehmer waren zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage und sie blicken weniger skeptisch auf das kommende halbe Jahr. Insgesamt zeigt sich die deutsche Wirtschaft widerstandsfähig.

Sogar deutlich gestiegen auf den höchsten Wert seit Januar ist der Index im Verarbeitenden Gewerbe und das betrifft auch den Optimismus mit Blick auf die kommenden Monate. Insbesondere die Chemische Industrie und der Maschinenbau trugen zu dieser Entwicklung bei.

Die Situation in den einzelnen Branchen
Vergleichsweise nur leicht erholt hat sich der Geschäftsklimaindikator im Dienstleistungssektor. Die Unternehmen waren zufriedener mit ihren laufenden Geschäften und die Erwartungen fielen etwas weniger pessimistisch aus. Diese Entwicklung wurde vor allem von Transport- und Logistikunternehmen sowie vom Grundstücks- und Wohnungswesen getragen. Die Reiseveranstalter, das Gastgewerbe und die Kulturschaffenden leiden jedoch weiter stark unter der Krise.

Deutlich verbessert hat sich das Geschäftsklima im Handel. Der Anstieg der Indikatoren war vor allem auf industrienahe Großhändler zurückzuführen. Bei den Einzelhändlern hat sich die aktuelle Lage verbessert - aber die Erwartungen trübten sich ein, noch vor der jüngsten Verschärfung des Lockdowns. In der Baubranche fielen die Einschätzungen zur aktuellen Lage positiver aus, umgekehrt nahm der Pessimismus mit Blick auf das kommende Halbjahr zu.

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red/mich, Economy Ausgabe Webartikel, 22.12.2020