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15. November 2018

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Moderne Verkehrsinfrastrukturen denken mit

Moderne Verkehrsinfrastrukturen denken mit© Bilderbox.com

Hochentwickelte Industriesegmente wie Automobilbranche, Bahnproduktion oder öffentliche Verkehrsleitsysteme befinden sich im Umbruch. Die zunehmende Vernetzung von Prozessen und ganzen Wertschöpfungsketten verschärft die technischen Anforderungen. Parallel tun sich große Chancen auf.

Die ersten Teststrecken für den praxistauglichen Einsatz autonomer PKWs oder LKWs sind eingerichtet und die technologische Hochrüstung von Fahrzeugen geht kontinuierlich weiter. Ein Teil betrifft integrierte Anwendungen im Kfz oder das Vehikel ist Bestandteil einer Wertschöpfungskette, etwa im Bereich Logistik und Warenzustellung.
Die österreichische Post testet beispielsweise mit T-Systems neue Wege in der Paketlieferung, wo die Zustellung direkt in den Kofferraum des Empfängers erfolgt. Mit GPS, Internet und einer entsprechenden Smartphone-App existieren alle nötigen Kommunikationstechnologien, das sichere Management von Identifizierung und Zutritt inklusive.

Herstellerneutrale Nachrüstlösung
Eine weitere Innovation betrifft sogenannte On-Board-Diagnose-Geräte zum Auslesen von Daten direkt aus dem Fahrzeug. Über einen Adapter mit SIM-Karte und einer App erfolgt die Übermittlung von Geschwindigkeit, Tank- oder Batteriefüllung bis hin zu Informationen wie „Parkrempler“ oder Abschleppung. Ein Flottenbetreiber kann feststellen, wo sich seine Fahrzeuge gerade befinden oder wie oft gebremst und beschleunigt wurde.
Die unter dem Begriff „Digital Drive“ ebenso von T-Systems entwickelte Lösung kann auch als herstellerneutrale Nachrüstlösung bei allen PKWs mit Benzinmotoren ab Baujahr 2001 und bei Dieselfahrzeugen ab 2004 eingesetzt werden. „Hersteller, Importeure, Versicherer oder Fuhrparkbetreiber können mit maßgeschneiderten Diensten nicht nur die Kundennähe erhöhen, sondern auch völlig neue Geschäftsmodelle etablieren,“ sagt Oliver Bahns, Leiter Connected Mobility bei T-Systems. Die Anwendung kann mit eigenem Branding versehen und um weitere Services für Endkunden erweitert werden. Der sichere und hochverfügbare Betrieb erfolgt im Rechenzentren von T-Systems.

Innovation im Tourismus
Ein anderes Beispiel für Innovation im Verkehr ist die Dorfbahn im Tiroler Serfaus. Dreißig Jahre nach Eröffnung musste die drittkleinste U-Bahn der Welt modernisiert werden. Gefordert war die Erhöhung der Kapazität und eine Verkürzung der Intervalle ohne Erhöhung der Geschwindigkeit. Der Betreiber Komperdeller Seilbahnen beauftragte Kapsch BusinessCom mit der Umsetzung, Grundlage war die langjährige Expertise im öffentlichen Verkehr sowie als Technologiepartner der ÖBB.
Als ganzheitlich aufgesetztes System ist die gesamte Netzwerktechnik von Strecke und Fahrzeugen sowie Videoüberwachung und Notrufsysteme inkludiert. Zentral ist dabei auch die Einbindung von Betriebsfunk, Blaulicht und Feuerwehr sowie eine automatisierte Vernetzung. Passiert etwa ein Notruf, so schalten sich automatisch die Kameras in dem Bereich ein und zeigen ein Bild der Lage.
Eine weitere Innovation direkt für die Serfauser Gäste sind sogenannte Stretch-Displays mit breitformatigen LCD-Anzeigen die Kapsch outdoor-fähig gemacht hat. Am Ziel angekommen erwartet die Besucher eine Videowall im Cinemascope Format als Teil eines umfangreichen Informations- und Entertainment Systems welches die Gäste während ihres Aufenthaltes begleiten soll. „Wir sorgen dafür, dass alle Anzeigen ein einheitliches Layout haben, wo auch Informationskonzepte mit der Distribution von Inhalten enthalten ist,“ so Kamran Kiafar, Key Account Manager bei Kapsch BusinessCom.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 29.06.2018