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22. August 2017

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Niederösterreichs volkswirtschaftliche Zugmaschinen

Niederösterreichs volkswirtschaftliche Zugmaschinen© Geberit

An den Leitbetrieben einer Region hängt eine ganze Kette von Zulieferern, vor allem mittlere und kleine Unternehmen.

Leitbetriebe haben eine große Bedeutung. Sie bilden den Anfang und das Ende einer Produktionskette bilden, die dazwischen aus vielen Klein- und Mittelbetrieben besteht, die ihrem Leitbetrieb wichtige Teile zuliefern oder ihm Arbeit abnehmen, die er an sie ausgelagert hat.
Eine Studie des Industriewissenschaftlichen Institutes über die volkswirtschaftliche Funktion der Internationalen Leitbetriebe belegt, dass 25 in Niederösterreich ansässige internationale Produktionsleitbetriebe mehr als 17 Milliarden Euro Produktionswert auslösen und an die sieben Milliarden Euro Wertschöpfung erzielen. An jedem dieser Leitbetriebe hängen durchschnittlich 623 Zulieferbetriebe und an allen 25 zusammen rund 63.000 Beschäftigte.

20 Prozent der Beschäftigten
„Ein Euro Produktionswert dieser Leitbetriebe generiert 2,34 Euro Produktionswert in ganz Österreich“, sagte der Verfasser der Studie, Herwig W. Schneider. Für ganz Österreich hat das Industriewissenschaftliche Institut 265 Produktionsleitbetriebe definiert, die für 20 Prozent der Beschäftigung in Österreich stehen und mit drei Milliarden Euro ein Drittel des Geldes beisteuern, das in Österreich für Forschung und Entwicklung ausgegeben wird.
Die Studie wurde am Standort der Geberit Produktions GmbH Co KG in Pottenbrunn präsentiert. Als enorm positives Signal wertet Geberit-Geschäftsführer Helmut Schwarzl die Erhöhung der Forschungsprämie auf 14 Prozent. Laut Studie kommen die 25 Leitbetriebe für 19 Prozent sämtlicher regionaler Forschungs- und Entwicklungsausgaben in Niederösterreich auf. Auch die Nahversorgung ist Geberit ein Anliegen: „30 Prozent unseres Einkaufsbedarfes decken wir mit Zulieferbetrieben aus Niederösterreich ab“, so Schwarzl.

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NOe-Wirtschaftspressedienst/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 27.02.2017