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22. September 2021

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Biokaffee aus dem Waldviertel

Biokaffee aus dem Waldviertel© Pexels.com/Bayawe Coffee Nomad

Ein Familienbetrieb aus Niederösterreichisch betreibt Österreichs größte Rösterei für Biokaffee. Das Unternehmen setzt dabei auch auf kompostierbare Kapseln aus Holz und plastikfreie Aromafolien aus Maisstärke.

(NOe-Wirtschaftspressedienst/red/cc) Michael Scheibenpflug, ehemaliger Manager beim Unternehmen Sonnentor, hat sich zum 50. Geburtstag ein eigenes Unternehmen geschenkt und in Leiben nahe Melk (NÖ) eine Kaffee-Rösterei gegründet. „Barista vom Berg“ wurde 2018 in der Garage gestartet, mittlerweile produziert der Jungunternehmer knapp 70 Tonnen Biokaffee. „Wir sind die größte Biokaffee-Rösterei Österreichs“, so Michael Scheibenpflug.

Der Betrieb produziert ausschließlich biologischen Kaffee, vorzugsweise von persönlich ausgewählten Bauern aus Brasilien, Guatemala und Nicaragua. „Ich möchte bei der Qualität und im familiären Umfeld bleiben, das ist mein Anspruch. Das bedeutet, dass das Ende bei rund 120 Tonnen pro Jahr gerösteten Kaffee erreicht sein wird“, ergänzt Scheibenpflug.

Kompostierbare Kaffeekapseln und plastikfreie Schutzfolien
Die biologische Philosophie bei „Barista vom Berg“ drückt sich auch beim Thema Innovation aus, wo etwa Kaffeekapseln aus Holz in drei verschiedenen Sorten und vollständig kompostierbar produziert werden. „Unser nächstes Ziel ist eine plastikfreie Aromaschutzfolie, etwa aus Maisstärke.“ Bei den Marken gibt es die Hausmarke, die Michl-Linie oder den jeweils dem konkreten Anbauland zugeordneten Arabica-Kaffee.

Die Firma betreibt auch einen Onlineshop, rund die Hälfte des Kaffees geht in den Export, primär nach Deutschland. Dazu gibt es jeden Samstag einen Ab Hof-Verkauf. „Wenn Kunden anderen Tagen kommen, ist das auch kein Problem. Wir wohnen hier, irgendwer ist fast immer da und kann einen Kaffee verkaufen“, so Michael Scheibenflug.

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NOe-Wirtschaftspressedienst/red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 14.09.2021