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27. März 2017

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Flatrates kaum noch teurer als Minutenpakete

Flatrates kaum noch teurer als Minutenpakete© piqs.de/daniels godins

Eine aktuelle Auswertung des Berliner Vergleichsportals TopTarif zeigt, dass Flatrates heute kaum mehr als Minutentarife mit begrenzten Freieinheiten kosten.

Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass ein deutscher Handy-Nutzer im Monat 140 Telefonminuten verbraucht, 18 SMS verschickt und 510 Megabyte Datenvolumen nutzt. Dem Bedarf entsprechend, wäre ein Minutentarif mit 300 Freieinheiten (Minuten und SMS) und einem Gigabyte Datenvolumen (GB) pro Monat das beste Angebot. Kostenpunkt: rund sieben Euro. Ein Flatrate-Tarif mit zwei GB Datenvolumen kostet monatlich nur 1,25 Euro mehr. Über 24 Monate Laufzeit gerechnet, sind das Mehrkosten von 30 Euro – für unbegrenztes Telefonieren und mehr Datenvolumen.

Pauschaltarife prüfen
Die Preise von Flatrates haben sich allein in den vergangenen drei Jahren stark verändert. Der Pauschaltarif mit 2 GB Daten kostete 2014 noch rund 30 Euro und damit vier Mal so viel wie heute. 2015 war er noch doppelt so teuer. Ähnliches bei Minutentarifen: Auch hier sind die Preise seit 2014 um das Vierfache gesunken. "Pauschaltarife werden immer günstiger und beinhalten auch deutlich mehr Leistung. Deswegen kommen sie für immer mehr Kunden infrage - auch für Wenignutzer", Arnd Schröder, Geschäftsführer des Vergleichsportals TopTarif.
Minutentarife mit festgelegten Freieinheiten sind laut TopTarif unflexibel und nur für Verbraucher rentabel, die ihr Nutzerverhalten kennen. Denn wer doch etwas mehr verbraucht, zahlt immer drauf. Im Gegenzug verfallen nicht genutzte Inklusiveinheiten. "Flatrates haben einen entscheidenden Vorteil: Niemand muss akribisch Minuten zählen oder sein Surfverhalten einschränken. Die Zeiten, in denen Nutzer für unbegrenztes Telefonieren, Simsen und Surfen tief in die Tasche greifen müssen, sind vorbei. Daher ist Handy-Nutzern mit Minutenpaketen zu empfehlen, ihren aktuellen Tarif auch mit Flatrate-Angeboten zu vergleichen."

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Pressetext Austria/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 16.03.2017