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21. November 2017

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Multimediale Geschichtsvermittlung

Multimediale Geschichtsvermittlung© Österreichische Nationalbibliothek

Monika Sommer-Sieghart wird das kommende Haus der Geschichte leiten.

Monika Sommer-Sieghart wird die erste Direktorin des künftigen Hauses der Geschichte Österreichs (HGÖ). Sie wird ihren Posten am 13. Februar antreten und soll sicherstellen, dass die redimensionierte Institution in der Neuen Burg am Heldenplatz 2018 öffnet.
"Der Zeitplan ist äußerst ambitioniert", erklärt Sommer-Sieghart. Sie werde nun ihr Team formieren und eine klare Organisationsstruktur schaffen, um die Pläne eines Onlineportals zur österreichischen Geschichte und die zentrale Ausstellung zum November 1918 in Angriff nehmen zu können. Inhaltlich könne sie dabei auf die Vorarbeiten der verschiedenen Arbeitsgruppen zurückgreifen.

Abstriche bei Vermittlungsarbeit
Mit der auf 1.870 Quadratmeter reduzierten Projektfläche könne man jedenfalls arbeiten. Aber klar sei auch, dass man aufgrund des geringen Platzangebot etwa in der Vermittlungsarbeit Abstriche machen müsse. Insofern stehe sie hinter der von Kulturminister Thomas Drozda perspektivisch in den Raum gestellten Idee eines Neubaus.
Sie setze jedenfalls auf multimediale Geschichtsvermittlung: "Es adressiert sich ganz stark an junge Menschen." Deshalb sollen etwa Schulklassen und Lehrlingsgruppen mit einem "Zukunftslabor" bereits in die Konzeptionsphase eingebunden werden. Für den sogenannten Hitler-Balkon als zentraler Bestandteil des HGÖ setzt Sommer-Sieghart auf wechselnde künstlerische Projekte, die gemeinsam mit Kunstuniversitäten realisiert werden könnten.
Mit ihrem Konzept konnte sich Sommer-Sieghart unter den 13 Bewerbern für den Posten durchsetzen. Oliver Rathkolb, Vorsitzender des HGÖ-Beirates, hob die wissenschaftliche Kompetenz und Publikationstätigkeit der künftigen Museumschefin hervor, die für die Auswahl entscheidend gewesen sei.

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APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 24.02.2017