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26. Juni 2017

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Nicht automatisierbare Fähigkeiten gefragt

Nicht automatisierbare Fähigkeiten gefragt© Bilderbox.com

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt. Eine Digitalisierungsmilliarde würde laut Wifo 8.400 Beschäftigte auslasten.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) sieht in Österreich großen Nachholbedarf bei der Digitalisierung. Im internationalen Vergleich liege Österreich zurück und das Pro-Kopf-Einkommen sei unterdurchschnittlich. Besonders dringend gehöre das Breitband ausgebaut. In einer Studie ging das Wifo auch darauf ein, was eine hypothetische Digitalisierungsmilliarde brächte: Die Auslastung von 8.400 Beschäftigten.
Bereits 2016 haben die Wifo-Forscher Oliver Fritz und Gerhard Streicher ausgerechnet, welche volkswirtschaftlichen Effekte eine zusätzliche Investition von 1 Milliarde Euro hätte. Die Digitalisierungsmilliarde würde eine Wertschöpfung von 700 Millionen Euro auslösen. "Dabei werden gut 8.400 Beschäftigte ausgelastet", heißt es in einer neuen Digitalisierungsstudie des Instituts. Bezieht man auch Effekte wie gestiegene Einkommen ein, die in den Konsum ankurbeln und so eine höhere Nachfrage erzeugen, erreicht die verbundene Wertschöpfung laut dem Modell mehr als 1,2 Milliarden Euro. Das entspräche einer Auslastung von 14.700 Beschäftigten.

Österreich muss nach Ansicht des Wifo noch einiges tun, um fit für die digitale Zukunft zu werden. Das Ausbildungssystem müsse dementsprechend modernisiert werden. Langfristig "wird die größere Herausforderung aber darin bestehen, vermehrt Fähigkeiten auszubilden, die weniger automatisierbar sind - also zum Beispiel soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit. Was den Wegfall von Jobs betrifft - Stichwort Roboter, die Arbeiter ersetzen -, ist das Wifo nicht so pessimistisch. Durch die Digitalisierung würden bestehende Berufe in der Regel nicht obsolet, jedoch veränderten sich die Arbeitsinhalte von standardisierbaren zu nicht standardisierbaren Tätigkeiten.

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APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 19.04.2017